aktualisiert: 4. Juni 2009

 

Nachlese 2009

Teil 6

Impressionen vom Bahnhofsfest
in Königstein im Taunus
am 31. Mai und 1. Juni 2009


Impressionen von der Strecke F-Höchst - Königstein (Taunus)


sehen Sie ein Video von Michael Witter Einfahrt der 01 118 in den Bf Königstein

und einen Vorbericht der HessenTipps des hr-Fernsehens vom 29. Mai 2009

Dank an die Fotografen, die die Bilder ins Internet oder zur Verfügung gestellt haben.

Fotos: Merlin Becker (2), M. Härter (5)

Und das schrieb die Presse:

 

Blitz Tipp vom 30. Mai 2009

Nostalgie auf Schienen

Am Pfingstwochenende feiert Königstein das Bahnhoffest

26.05.2009

Königstein (pm). Traditionell zu Pfingsten lädt der Verein Historische Eisenbahn Frankfurt, zum Bahnhoffest nach Königstein ein. Das Fest mit Nostalgiecharakter gehört seit über 25 Jahren zum festen Bestandteil des Städtchen im Taunus.
An den beiden Pfingsttagen, 31. Mai und 1. Juni heißt es dann „Mit Volldampf in den Taunus“. Dann werden gleich beide Dampfloks auf der 16 Kilometer lagen Gebirgsstrecke nach einem Sonderfahrplan unterwegs sein. Am Bahnhof erwartet die Besucher ein großes Bahnhofsfest mit Biergarten und Live-Musik, Infoständen rund um das Thema Eisenbahn, Führerstandbesichtigungen, Lok- und Draisinenmitfahrten, ein Oldtimerbus und eine Kindereisenbahn.

Anfahrt zum Fest

Wegen der beschränkten Parkmöglichkeiten in Königstein werden die Besucher gebeten, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Das Festgelände erreicht man direkt mit der Regionalbahn 12, den Bussen 57 und 223 oder den Dampfsonderzügen ab Frankfurt-Höchst. Von der Bushaltestelle „Stadtmitte“ aller anderen RMV-Busse sind es zirka 10 Minuten Fußweg zum Bahnhof.

Sonderfahrten

Die Abfahrten der Dampfsonderzüge von Königstein nach Höchst finden an beiden Tagen jeweils um 9.42 Uhr, 11.42 Uhr, 13.42 Uhr, 15.42 Uhr statt. Die letzte Fahrt am Sonntag ist um 17.25 Uhr und am Montag um 17.42 Uhr. Die RMV-Fahrscheine haben hier keine Gültigkeit. Weitere Informationen gibt es unter www.Frankfurt-HistorischeEisenbahn.de.

Preise

Die einfache Fahrt von Königstein nach Höchst oder umgekehrt, kostet für Erwachsene 9 Euro, eine Fahrt mit Hin- und Rücktransport 12 Euro, für Kinder kostet die einfache Fahrt 5 Euro, die Fahrt hin- und zurück 6 Euro.


Königsteiner Woche vom 5. Juni 2009

„Japanische Verhältnisse“ beim Dampflokfest

Königstein (dea) – Das diesjährige – übrigens schon 29. – Dampflokfest fand, begleitet von einem kleinen Jahrmarkt, in gewohnter Weise am Bahnhof statt. Es war eine Attraktion, die sich viele Königsteiner nicht entgehen ließen. Zwei schnaubende Stahlkolosse standen bereit, um die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden. Das gelang ihnen so vortrefflich, dass der 1. Vorsitzende der historischen Eisenbahn e.V., Albert Eckert, sogar bemerkte: „Die Veranstaltung war wegen des Turnfests in Frankfurt zwar nur reduziert möglich (die Strecke war nur eingleisig befahrbar), aber dafür herrschten in den Zügen japanische Verhältnisse.“
Da die Dampfloks eigentlich in Frankfurt auf der städtischen Hafenbahn stehen, gehen die meisten Ereignisse auch von Frankfurt aus: So das nächste Hafenfest am 11. und 12. Juli und die Fahrt am 21. Juni zur Grube Fortuna in Weilburg mit Grubenbesichtigung und einer Fahrt mit Oldtimerbussen. Albert Eckert indes freut sich natürlich schon auf das 30. Dampflokfest: „Da beteiligt sich sogar die Stadt.“
Es herrschte also reges Treiben, natürlich waren auch viele Familien da. Ein Vater von zwei Söhnen im Kindergartenalter war ebenfalls sichtlich zufrieden. Er hatte in seinen Söhnen Benjamin (3 Jahre) und Julius (5 Jahre) zwei Mitbegeisterte gefunden, die sozusagen mit der Dampflok aufwachsen und jedes Jahr wieder dorthin kommen. Auf die Frage, wessen Idee dieser Besuch denn gewesen sei, antwortete Julius: „Ich wollte dahin.“ Die Dampflok ist schon was anderes als seine Brio-Eisenbahn zu Hause.
Welche Lok ihm am besten gefiele, die „neue“ gelbe S-Bahn oder die alte schwarze Dampflok, war für ihn leicht zu beantworten: „Die Dampflok.“ Er war etwas schüchtern, wahrscheinlich, weil dies sein erstes Intervew war, aber die nächste Frage, wieso die Menschen denn nur noch die nicht so schönen Züge bauen, beantwortete er nach gründlicher Überlegung souverän: „Die Dampfloks machen mehr Arbeit.“ Während er vor der nach Wasserdampf und Schmieröl triefenden Lok saß, machte die „unterlegene“ Mutter Corinna Schmitt gute Miene zur „männerlastigen“ Passion und meinte nur trocken auf die Frage, ob sie nicht ein bischen zu kurz dabei käme: „Wenn sie es nicht übertreiben, ist es schon in Ordnung.“ Natürlich weiß sie, dass ihr Mann Markus zu Hause wohlverpackt eine Eisenbahnlandschaft aus Kindertagen „schlummern“ hat, die er, wenn die Söhne alt genug sind, wieder aktivieren wird. So tragen Live-Erlebnisse und Eisenbahnspiele zu Hause sicher dazu bei, dass die Dampfloks aus der Vergangenheit noch eine gute Zukunft vor sich haben werden.

 

TaunusZeitung vom 3. Juni 2009

Schnaubende Schönheiten

Königsteiner Dampflokfest ist ein Muss für echte Fans

Zum 29. Mal war der Königsteiner Bahnhof jetzt Treffpunkt der Eisenbahn-Fans aus nah und fern. Das Dampflokfest macht’s möglich.

Königstein. «Wir gewöhnen unseren Loks das Rauchen ab», hatte die Deutsche Bahn 1977 versprochen und noch im Oktober des gleichen Jahres ihre letzten Dampfloks kalt gestellt. Für die Fans der schnaubenden Schönheiten in der Rhein-Main-Region war das ein Fanal, auf den sie nur ein Jahr später mit der Gründung des Vereins «Historische Eisenbahn Frankfurt» reagierten.

Ihr Ziel war und ist seitdem, nach eigener Aussage, «der Nachwelt die technischen Naturdenkmäler zu erhalten». Und dazu dient nicht zuletzt das traditionelle Dampflokfest, das die ehrenamtlichen Eisenbahner jetzt bereits zum 29. Mal rund um und am Königsteiner Bahnhof feierten.

Zwei Tage lang pendelten zwei fauchende Dampfloks mit Waggons auf der Strecke von Königstein nach Höchst hin und auch wieder zurück. «Die alten, aber noch fahrbereiten, Dampfloks sollten verschrottet werden», erzählt der Vorsitzende des Vereins, Albert Eckert und ergänzt: «Deshalb kauften alte Eisenbahn-Besessene alles zusammen, was noch an erhaltenswerten Relikten verfügbar war».

Auf der 16 Kilometer langen Steilstrecke Königstein – Höchst durch das Liederbach- und das Woogtal stampften die beiden Stahlrosse 01118 und 524867. Liebevoll erklärte der stellvertretende Vorsitzende Peter Seitz die Geschichte der beiden Kostbarkeiten. «Die 01118 ist unsere Schnellzuglokomotive.» 1934 von der Firma Krupp in Essen gebaut, wurde sie am 2. Januar 1935 in den Dienst gestellt. Bis zu ihrem Erwerb duch den Verein legte die Dampflok insgesamt 3 559 271 Kilometer zurück. «Das entpsricht einer Strecke von 89 Erdumrundungen», so Seitz. Die ehemalige Schnellzugslok der Deutschen Reichsbahn bringt eine Geschwindigkeit von bis zu 130 Stundenkilometern auf die Strecke.

«Die 524867 ist eine Güterzuglokomotive. Sie schafft maximal 80 Kilometer in der Stunde,» erklärte Albert Eckert. Sie ist die Jüngere der beiden Loks. Am 10. Juli 1943 lieferte die Firma Maschinenbau und Bahnbedarf A.G. Potsdam-Babelsberg das Schwergewicht aus.

Die betriebsfähige Erhaltung von Technik und Material kostet die Eisenbahnfreunde große Anstrengung und auch Geld. «Wir sind dankbar für jede Unterstützung», so Eckert. Die Helfer des Eisenbahnfestes rekrutieren sich alle aus den Vereinsreihen. «Ohne die große Unterstützung wäre dieser Aufwand nicht zu bewältigen», betonen die beiden Führungskräfte.

Längst hat sich das Fest zu einem Selbstläufer entwickelt. «Die Menschen wissen, dass wir am Pfingstwochenende hier sind. Es ist ein richtiges Familienfest», so Albert Eckert. Eigens dafür hatten die Eisenbahnfreunde in diesem Jahr an die Loks auch Güterwaggons angehängt, in denen Kinderwagen transportiert werden konnten.

Abgerundet wurde das Angebot am Bahnhof durch viele Stände mit kulinarischen Köstlichkeiten sowie Live-Musik. Für die Kinder standen Ponys und ein Karussell bereit, um die Wartezeiten zu verkürzen. Modelleisenbahner kamen ebenfalls auf ihre Kosten. An den Ständen mit den Sonderverkäufen gab es manche Kostbarkeit im Kleinformat zu erwerben. «Dabei ,fahren’ wir in diesem Jahr schon ein bisschen kleiner», so Eckert. «Wegen des Turnfestes in Frankfurt und des damit verbundenen Zusatzverkehrs, war ein Zusatzverkehr für uns nicht möglich.» Dafür sind die Eisenbahnfreunde schon in der Planung für das kommende Jahr, denn dann feiern die Mitglieder des Vereins das Fest zum 30. Mal. «Für dieses Jubiläum lassen wir uns natürlich etwas ganz Besonderes einfallen», betont Peter Seitz.juba

Noch sehr viel mehr Motive von schnaubenden Schönheiten und weitere Impressionen vom Dampflokfest sind auf der Homepage der TZ im Internet unter http://www.taunus-zeitung.de zu finden.

Hinweis: unter untem stehenden Link gibt es 40 einmalig schöne Fotos der TZ
vom Bahnhofsfest (Kompliment an den Fotografen!):

http://www.fnp.de/tz/interaktiv/galerie/rmn01.c.6025477.de/index.php?_skip=0

 

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