aktualisiert: 27. Oktober 2008
Nachlese 2008
Teil 2
Impressionen von Arbeitseinsätzen
der Güterzuglokomotive 52 4867
in Frankfurt (M) Süd
(3x),
zwischen
Wetzlar - Dillenburg im März 2008 (1x),
auf der Main-Weser-Bahn
und der Diesellok V 36 406 in Wiesbaden u.a.
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im Frankfurter Südbahnhof |
aufgenommen am 12.04. mit Handy |
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Nachteinsatz im Südbahnhof
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Ausfahrt Bahnhof Wetzlar |
Dillenburg: Begegnung mit 50 3552 |
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Wintereinsatz an der Lahn
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am 4. und 5. Mai im Südbahnhof ,,,, |
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und vom 23. bis 25. Oktober zwischen Bad Vilbel und Karben (Wetterau) |
Fotos: Stephan K. (1), Dr. Klaus Kröger (4), Drehscheibe-online unbekannt (4), Wilfried Staub (1), Ingfried Zscherneck (2)
Zum AZ Wetzlar - Dillenburg gibt es auf YouTube einen Video-Clip
und das schrieb die Wetzlarer Neue Zeitung:

und das schrieb die Frankfurter Neue Presse (Stadtausgabe)
Printausgabe vom 16.05.2008
Dampfloks kommen wieder zum Einsatz
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Wie hier bei Gleisarbeiten am Südbahnhof werden gerne Dampfloks für den Transport von Materialien eingesetzt.
Foto: Rainer Rüffer |

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Sachsenhausen. Eigentlich wollte der Verein Historische Eisenbahn Frankfurt es gar nicht an die große Glocke hängen. Und doch warteten am Südbahnhof bereits sehnsüchtig die Fans. Für Eisenbahnfans gab es an diesem Tag etwas Besonderes zu sehen: Den Arbeitseinsatz einer Dampflok mitten in der Stadt, beim Gleisbau im Südbahnhof. Schwellen und Weichen transportieren, neuen Schotter bringen, alten wegfahren. Auf diese Art verdient die Güterzuglok der Baureihe 52 selbst das nötige Geld für ihren „Lebensunterhalt“. Spätestens alle vier Jahre muss sie zum „Dampflok-TÜV“ – ein mit oft über 100 000 Euro für den Verein äußerst kostspieliges Unterfangen.
„Das ist ja fast wie früher. Echter Schichtdienst mit Personalwechsel, Kohle bunkern, Wasser fassen“, sagt Klaus Mühleisen und lehnt sich auf dem Führerstand gemütlich ans Fenster. Der Ingenieur und Eisenbahnbetriebsleiter gehört zu den älteren unter den sechs Lokführern, die sich bei diesem Projekt die Arbeit teilen. Den planmäßigen Einsatz der Dampfrösser erlebte er noch selbst, fuhr in Norddeutschland die unter Eisenbahnfans legendären Züge mit Eisenerz von Emden nach Rheine, bespannt mit zwei schweren Güterzugloks der Baureihe 44.
Was bei anderen Museumsvereinen längst üblich ist, machen die Frankfurter erst seit vergangenem Jahr, sagt der Vereinsvorsitzende Albert Eckert. Der Verein hat sich mit seinem Paradepferd, der Schnellzuglok 01 118, eigentlich auf Reisen mit Dampf-Sonderzügen spezialisiert. Doch diese und andere kleine Sonderfahrten wie kürzlich die Fahrt „Rund um Frankfurt“ durch die Hinterhöfe der Mainmetropole oder die monatlichen Fahrten am Frankfurter Mainufer bringen nicht genug Geld für den Unterhalt der kostspieligen Lokomotiven.
Was für manch einen Zuschauer nostalgisch-romantisch anmutet, ist für das Lokpersonal Knochenarbeit. Acht auf Dampflokomotiven geschulte Lokführer hat der Verein. Viele von ihnen fahren auch beruflich Züge. So wie die einzige Frau in der Männerrunde, Sigrid Zschernek, die beruflich den ICE 3 steuert. Doch für einen Großeinsatz wie diesen reicht nicht immer das Personal. „Eine Lok-Besatzung vom Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein hilft uns diesmal aus. Wir sind befreundet, unterstützen uns oft gegenseitig“, sagt Eckert.
Man mag es kaum glauben, aber bei Gleisbauarbeiten wie im Südbahnhof haben die alten Dampfrösser einige Vorteile gegenüber ihren Diesel getriebenen Nachfolgern. „Klar, eine Dampflok produziert Dampf und Rauch. Aber sie ist wesentlich leiser als eine Diesellok“, sagt Dominik Alt, der in dieser Schicht Heizer der Lok ist. „Beim letzten Einsatz im Gallusviertel im Oktober 2007 waren die Nachbarn begeistert, haben uns sogar Kaffee gebracht. Sie seien dankbar, sagten sie, dass ihnen nicht wieder eine Diesellok den Schlaf raube.“ Weil bei Arbeiten der Fahrstrom abgestellt ist, können Elektroloks nicht eingesetzt werden.
Die Dampflok hat noch weitere Vorteile, so Mühleisen. „Sie hat kein Getriebe, kann deshalb viel besser eine konstante Geschwindigkeit halten. Das ist wichtig, um den Schotter gut auf dem Gleisbett zu verteilen.“ Auch sei sie einfach punktgenau zu steuern. „Wenn der Rangierer sagt: Fahr mal eine halbe Schwellenlänge – rund 10 Zentimeter – vor, ist das selbst mit einem schweren Zug ein Kinderspiel.“
Fast 10 000 Maschinen der Baureihe 50 und der vereinfachten Baureihe 52 wurden seit 1939 gebaut, waren nach dem Krieg in ganz Europa im Einsatz. Selbst im Eisenbahnmuseum der Türkei in Ankara sind zwei dieser Loks zu sehen.
Möglich geworden sind Einsätze wie dieser durch die Privatisierung und Aufspaltung der Bahn in weit über 100 Unternehmen. „Die Bahn muss Personal, Loks, Schotterwagen anmieten, schreibt die Arbeiten aus“, sagt Mühleisen. Jeder könne sich bewerben. Und in Frankfurt habe der Verein quasi Heimvorteil, sagt Eckert. Denn die Überführung einer Lok etwa von München kostet viel Geld. „Zudem arbeitet unser Personal ehrenamtlich.“ (hau)
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Bei so viel Dampf will die Dieselfraktion der HE nicht nachstehen
Bei der Historischen Eisenbahn Frankfurt kommt nicht nur die Dampflok 52 4867 gelegentlich bei Arbeitszügen (AZ) zum Einsatz, auch die Diesellok V 36 406 ist bei leichten Arbeitseinsätzen neuerdings auf "alten V36-Pfaden" auf „großer Fahrt“. Die Lok hat, außer zu Revisionszwecken, seit Ihrer Inbetriebnahme das Rhein-Main-Gebiet nie verlassen und auch heute noch ist die Lok gelegentlich in ihrem alten Einsatzgebieten, in denen Sie bei der Bundesbahn eingesetzt war, aktiv.
Am Mittwoch, 04.06.08 war die Lok zur Abholung eines Schad-Güterwagens nach Friedberg/Hess. gedieselt. Am Donnerstag, 05.06.08 ging es mit einer Langschieneneinheit in den Wiesbadener Hauptbahnhof, wo das Gleis 10 erneuert wurde. Die Heimfahrt nach Frankfurt wurde mit einem Umweg über Hanau angetreten. Ein bisher bei der NTB eingesetzter, in Privatbesitz befindlicher Eilzugwagen vom Typ B4ye sollte nach dort überführt werden. Der Wagen wird demnächst in nördliche Richtung weiterreisen, wo er vorübergehend in der Nähe von Braunschweig zum Einsatz kommt. Der Wagen war seit Dezember 2007 bei InfraServ/Wiesbaden hinterstellt und zwischenzeitlich zur Verstärkung bei der DME im Darmstadt im Einsatz. Nach Beendigung Ihres Arbeitszugeinsatzes hat die V 36 406 dann wieder rein museale Aufgaben, z.B. anlässlich der Fahrtage auf der Frankfurter Hafenbahn, wahrgenommen.
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Wiesbaden Hbf, Gleis 10 |
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Fotos: Ingfried Zscherneck (3), Drehscheibe-online, s. Signatur (1) |
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